Kommentar von Dr. Neidel zum Thema "Haare aus Hautzellen"

Erstmals ist es möglich Haarwurzeln aus Stammzellen dreidimensional zu vervielfältigen. 

Dr. med. Neidel, der sich seit 20 Jahren intensiv und ausschließlich mit Eigenhaarwurzeltransplantationen beschäftigt, wertet das Ergebnis der CUMC als vielversprechend und großen Fortschritt in der Haarzellvermehrung. "Bisher konnte man die Haarwurzelstammzellen nur umverteilen, weswegen bei großen Kahlflächen die Haartransplantation an Grenzen stößt." 

Wenn man zusätzlich noch  multiplizieren kann, dann ist das eine echte Bereicherung. Natürlich sind die Resultate erst einmal hoch experimentell und noch nicht für die Praxis geeignet. Es müssen weitere Studien an völlig haarlosen Menschen (Alopecia totalis) und bei Verbrennungsopfern folgen.

"Wenn alles so positiv weiter verläuft, dann ist die Haarzellenzüchtung in etwa 20 Jahren für die Allgemeinheit verfügbar und damit vielleicht auch in Haartransplantationszentren anwendbar. Bis dahin bleibt die Haarfollikeltransplantation aus dem Haarkranz und bei Eignung auch von eigenem Körperhaar die einzige Möglichkeit, dauerhaft und ästhetisch Haare an kahlen Stellen sprießen zu lassen" meint  Dr. Neidel.